Logisch aufbauen: Die Kontext-basierte Navigation
Erstaunlicherweise vor fast einem Jahr, am 8. Januar 2007, publizierte der Erfinder des berühmten und berüchtigten OpenSource CMS «TYPO3» eine neue Podcast-Episode mit dem Titel «Navigating by other Stars». Obwohl der Beitrag nun schon fast jährig und die Idee sowieso nicht grundsätzlich neu ist, hat sie mich bis heute fasziniert.
Sämtliche Ideen zum Aufbau eines Web-Portals oder Online-Magazins stecken zwar noch deutlich in den Kinderschuhen, bzw. in der Entwicklungsphase, aber wie das in diesen Prozessen so üblich ist, macht man sich unzählige Gedanken über die Zukunft eines möglichen Projekts und wie dieses erfolgreich umgesetzt werden könnte. Und dazu gehört unter anderem natürlich...
Sämtliche Ideen zum Aufbau eines Web-Portals oder Online-Magazins stecken zwar noch deutlich in den Kinderschuhen, bzw. in der Entwicklungsphase, aber wie das in diesen Prozessen so üblich ist, macht man sich unzählige Gedanken über die Zukunft eines möglichen Projekts und wie dieses erfolgreich umgesetzt werden könnte. Und dazu gehört unter anderem natürlich...
Die Frage nach der Organisation der Inhalte
Angenommen, es soll tatsächlich ein fachlich und qualitativ hochstehendes Magazin auf die Beine gestellt werden, ist der Inhalt an sich ein Thema, die Organisation, die Speicherung, die Gliederung der Inhalte ein weiteres. Ein wichtigeres, sogar. Je sinnvoller, logischer und klarer die einzelnen Artikel abgelegt und danach auch gefunden werden können, umso eher und umso mehr von ihnen werden auch gelesen. Jedenfalls wird die Chance dafür ungemein grösser.Im erwähnten Podcast vom Januar 2007 wurde die Webseite der Fachhochschule Mainz vorgestellt. Oder zumindest das Navigationskonzept, das darauf angewendet wird. Die Navigation zeigt Menüpunkte, die im Grunde als Kategorien, die Unter-Menüs als Unter-Kategorien bezeichnet werden müssten. Die Inhalte, die Artikel, schliesslich werden nicht einfach an einem Ort in einer hierarchischen Navigation eingeordnet, sondern können zu verschiedenen Kategorien, Themen oder Stichworte, in einem gewissen Sinn, zugeordnet werden.
Die Strukturierung der Inhalte in dieses Kategorien-System ist im Grunde als eine Art Filter zu verstehen. Die Startseite stellt so zu sagen die absolute Überkategorie dar und enthält folglich alle verfügbaren Artikel. Je weiter ich mich in der Menüliste in die Tiefe der Thematik grabe, umso mehr schränke ich die Ausgabe von Artikeln ein. Im Idealfall erhalte ich zu einem bestimmten Thema also nur noch eine überschaubare Anzahl Artikel. Inwiefern, bzw. wie gut oder wie weit sich
Vergnügen und Struktur
aber tatsächlich vertragen, ist eine andere Frage. Als Besucher und Lesers eines Magazins möchte ich wahrscheinlich in erster Linie einfach herum surfen. Ich will immer wieder neue und spannende Artikel lesen, vom einen zum anderen gelangen und möglichst viel neues und unterhaltsames oder spannendes finden.Und doch, auch neben aller Unterhaltungslust, gibt es doch immer wieder den Fall, dass ich einen bestimmten Artikel oder aber Beiträge zu einem bestimmten Thema suche. Die Suchfunktion ist dafür eine und eine sehr gute Möglichkeit. Dennoch ist ein solcher kontext-basierter Aufbau ein guter Weg, um zum Ziel zu gelangen, ohne die «richtigen» Stichwörter wissen zu müssen.
Die oft klassische Unterteilung von Publikationen in unterschiedliche Rubriken ist bereits ein guter Anfang, die erwähnte Navigationsidee gleich darin zu integrieren. Die Rubriken und deren Unter-Rubriken, die zwangsläufig aufgebaut werden (müssen), können hervorragend erweitert und ausgebaut werden. Teaser und Anreisser lassen sich auf Startseite und auf den Hauptseiten der Rubriken trotzdem bestens integrieren. Fehlt ja nur noch
Die technische Umsetzung der Idee
Die im Podcast vorgestellte Lösung basiert, und das ist weiter nicht erstaunlich, auf der Basis von TYPO3. Aber dazu mussten einige neue Entwicklungen gemacht werden und diese scheinen derzeit nicht vollumfänglich frei und offen zugänglich zu sein. Verstehe ich irgendwie auch noch. Und ausserdem ist diese Lösung für meinen Geschmack etwas zu trocken, sachlich. Reiner Text halt.Ein Blog-System käme dem ideal schon sehr nahe, habe ich mir kürzlich überlegt. Zumal bei den meisten die Posts zu einer oder gar zu mehreren Kategorien zugeordnet werden können, oder werden müssen. Aber auch der Aufbau dort scheint noch nicht ganz so ideal.
Aber der eine oder andere Weg lässt sich gewiss zu einer guten Lösung weiter entwickeln.
Zum Namen
gibt es noch zu sagen, dass der Begriff «contextual navigation» oder eben «Kontext-basierte Navigation» eigentlich aus meiner Feder stammt. Es gibt offenbar keine eigentliche Bezeichnung, wie man der geschilderten Art und Idee von Navigation sagen soll...Links zum Artikel
[+] Webseite der FH Mainz, aufgebaut mit dem erwähnten System
[+] Kaspers Podcast
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