Referenzen: Nur auf Anfrage...

«Aus Wettbewerbsgründen nennen wir
unsere Referenzen nur noch auf Anfrage.
»

(Zitat von Latz New Media)
Ich schaue mich gerne bei Kollegen und so genannten Konkurrenten um, einfach um zu sehen, was da so alles läuft, in diesem endlos grossen Internet. Um spannende Ideen zu begutachten und schöne Arbeiten zu geniessen. Und natürlich auch, um aus Tops und Flops von Kollegen zu lernen. Legitim, nicht?

Was bringt aber jemanden dazu, einen Satz, wie oben zitiert, auf seiner Refernz-Seite zu publizieren? Ich will mich in keiner Weise darüber lustig machen, im Gegenteil. Mich hat dieser Satz irgendwie sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht. Ich denke, es ist purer Ernst, und das stimmt mich noch nachdenklicher. Ist es das Ergebnis des hart umkämpften Marktes, das einzelne in diese Richtung treibt? Gibt es keine Werte, keine ungeschriebenen Gesetze mehr, welche den gesunden Umgang mit solchen Informationen garantieren?

Ich denke, es ist legitim, zu entscheiden, welche Referenzen publiziert werden und welche nicht. Ich selber erlaube mir auch, einzelne Projekte unter Verschluss zu halten — wenn auch nicht aus «Wettbewerbsgründen» in dem Sinne. Aber eine Art «Grundstock», eine Auswahl an Beispielen dürfte man doch noch veröffentlichen können…
andernfalls stellte sich für mich die Frage, welche Lösungsansätze man ins Auge fassen müsste, um hier eine Wende herbeiführen zu können…
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