Drogenkonsum auf deine Kosten?




Nicht alles, was in Bern entschieden wird, geht durch die Medien. Oder nicht genug laut. Es gibt sehr wohl Beschlüsse die gefasst werden, ohne ein Medienecho auszulösen. Um dich und mich im Glauben zu lassen, die Welt sei weiterhin in Ordnung...

So geschehen am 28. März 2008. Trotz und heftigen Voten beschliesst das Parlament, das revidierte Betäubungsmittelgesetz («rev. BetmG», ich liebe diesen Titel) in Kraft zu setzen. Gültig ab 1. April 2008 — leider kein Scherz. Die Revision verwässert das bisherige Gesetz. Ehemals klare Vorgaben und Ziele werden relativiert, Kosten im Gesundheitswesen drohen weiter zu steigen...

Methadon ist keine Lösung

Es gibt mehrere Methoden, in Therapien mit Drogensüchtigen umzugehen, um sie in die Suchtfreiheit zu führen. Die bisher bekannteste und von der Regierung beliebteste ist, Methadon als Ersatz für Heroin abzugeben. Dabei wird die Dosis laufend verringert – mit dem Ziel, eine heilsame Abstinenz herbei zu führen. Methadon ist aber ein synthetisch hergestellter Stoff der gewisse Bereiche oder Effekte ähnlich dem Heroin stimulieren kann, löst aber keinen «Kick», kein «Flash» aus. Und genau dort liegt das Problem. Der Kick bleibt von einem Tag auf den anderen aus, also fehlt doch etwas – ein Verlangen bleibt. Das führt dazu, dass viele so abstinent gewordene Süchtige wieder rückfällig werden.

Nicht so, wenn Heroin weiterhin abgegeben wird. Und zwar reines und kontrolliert. Eine umfassende Studie aus Deutschland zu genau dieser Thematik konnte erstaunliches nachweisen: Die Erfolgschancen eines mit Heroin begleiteten Ausstiegs sind mindestens 20 Prozent höher, als wenn der chemische Ersatz Methadon verwendet wird.

Drogen auf ewig — und auf deine Kosten!

Die bisherige staatlich kontrollierte Heroinabgabe an Drogenabhängige hatte zum Ziel, eine Übergangslösung, eine Überlebenshilfe auf dem Weg zum Ausstieg (Suchtfreiheit, sprich Abstinenz) zu sein. Ein Absetzen der Drogen von 100 auf 0 wäre nicht möglich, deshalb dieser Übergang. Mit dem nun revidierten Gesetz wird dieses Ziel, die Suchtfreiheit anzustreben, aus den Augen verloren. Abstinenz (ein unschönes Wort, aber ein treffendes) bleibt zwar eine Möglichkeit, ist aber nicht mehr das Ziel.

So kommt es, dass Drogenabgabe-Stellen die Süchtigen nicht mehr motivieren, überhaupt auszusteigen. Sie können – oder sollen? – staatlich finanzierte Drogen beziehen, so lange sie wollen. Und jene, die von sich aus frei werden möchten, werden in ihrem Bestreben kaum mehr unterstützt. Obwohl sie genau das nötig hätten! Die Kantone sind zudem verpflichtet, diese Einrichtungen zu betreiben und zu finanzieren.



Verändere die Welt — noch heute

Was du tun kannst, um diesem bedenklichen Trend entgegen zu wirken? Handeln. Gleich jetzt und hier. Unterschreibe das Referendum gegen das revidierte Betäubungsmittelgesetz und hilf so mit, eine Volksabstimmung herbei zu führen. Diese wird ermöglichen, wieder den richtigen weg einzuschlagen.


[+] Unterschriftenbogen herunterladen... (PDF)
[+] Webseite des Referendum-Komitees «drogstop.ch»
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