Blogger verändern die Welt nicht

Blogger verändern die Welt nicht. Das ist das Fazit, meine Erkenntnis, eine Art Antwort auf meine Frage (an mich selber), ob und wie stark es (für mich) Sinn macht, Zeit in einen Blog zu investieren.

Natürlich, es hängt davon ab, was genau das Motiv ist, weshalb ich bogge. Aber enttäuscht mich die Tatsache, dass gemäss meiner Statistik kaum jemand meinen Blog besucht und liest? Oder verzweifle ich, weil niemand, oder zu wenig, ihren Kommentar (oder Senf) zu meinen Beiträgen abgeben? Dann ist es wahrscheinlich an der Zeit, dass ich mir überlege, ob und wie, bzw. weshalb ich das Ding weiter betreiben soll.

Ein Blog um des bloggens willen zu führen mache keinen Sinn, war kürzlich unmissverständlich in einem Kommentar zu lesen. Einverstanden.
Blogge ich aus Spass, aus Freude, kann mir die Statistik egal sein. Blogge ich aus Langeweile, kann ich das zwar machen, am besten aber möglichst ohne zu jammern, wenn es niemanden interessiert.

Interessiert mich die Statistik, oder möchte ich mehr als nur eine Hand voll Stammleser zählen können, dann komme ich wohl kaum um das Anstreben und Erreichen einer gewisse Qualität meiner Inhalte umhin. Möchte ich gar Geld mit meinem Blog verdienen, wird möglicherweise gar ein Inhaltskonzept nötig.

Soweit meine noch ziemlich lose Sammlung von Gedanken zu den aktuellen Diskussionen rund um Statistiken und was man davon hält (als Blogger)*.
Fortsetzung folgt — womöglich...

[ * ] «ich hätte im moment viel lieber weniger besucher, dafür aber mehr leute, die auch kommentieren…» | «Mich interessierte schlicht eine einzige Statistik: Wieviele Seitenaufrufe führen zu einem Aufenthalt von wenigstens einer Minute?» | ...
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Man kann nicht nicht kommunizieren...

«Man kann nicht nicht kommunizieren», das wissen wir eigentlich alle, aber Paul Watzlawick musste das ja mal sagen. Damit es mindestens gesagt war und heute zitiert werden kann.

Nun, ich schreibe zwar gerne und gerne viel — jene, die mich kennen, können ein Lied davon singen. Aber nicht in jedem Fall bin ich Fan von schriftlicher Kommunikation. Schon gar nicht per E-Mail. Reiner Text beinhaltet nun mal keine Tonlagen, keine Nuancen, rein gar nichts. «C'est le ton qui fait la musique», auch das wissen wir. Und nirgends wäre dieser Ton wichtiger als beim (alltäglichen) E-Mail-Verkehr. Wird man einmal missverstanden, kann sogar eine Nachricht, die eigentlich die Situation hätte (er)klären sollen, als neuer oder gar härterer Angriff interpretiert werden. Auch wenn man doch bloss versucht hat, ganz offen und neutral seine Meinung darzulegen.

Nein, das hier ist keine «Psycho-Hygiene», oder wie man auch immer zu sagen versucht ist. Es ist nur eine Anregung, eine Ermutigung, für alle Welt und allen voran für mich selbst*, des öfteren kurz zum Hörer zu greifen, als in die Tasten zu hacken...


*) Haben Sie gewusst, dass die meisten Autoren dieser Welt, in erster Linie für sich schreiben? Dass die meisten Prediger zu aller erst zu sich selber reden? Die allermeisten Musiker für sich Musik machen?
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Wir können immer noch Meister werden!

Nachdem der Match YB — Xamax letzten Freitag enttäuschend und recht unsportlich über die Bühne ging, war es gestern bekanntlich anders. Nur natürlich, dass ich nicht dabei war. Und dass Basel «nur» ein Unentschieden erreicht hat. Aber was ich eigentlich sagen wollte, war etwas anderes:

Nachdem sie1 letzten Freitag verloren haben
können wir2 nach gestern immer noch Meister werden.

«So geht das!», würde Philip Maloney jetzt sagen...


PS: 1 = Die Mannschaft, also YB // 2 = Wir, die Fans ;-)
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Drogenkonsum auf deine Kosten?




Nicht alles, was in Bern entschieden wird, geht durch die Medien. Oder nicht genug laut. Es gibt sehr wohl Beschlüsse die gefasst werden, ohne ein Medienecho auszulösen. Um dich und mich im Glauben zu lassen, die Welt sei weiterhin in Ordnung...

So geschehen am 28. März 2008. Trotz und heftigen Voten beschliesst das Parlament, das revidierte Betäubungsmittelgesetz («rev. BetmG», ich liebe diesen Titel) in Kraft zu setzen. Gültig ab 1. April 2008 — leider kein Scherz. Die Revision verwässert das bisherige Gesetz. Ehemals klare Vorgaben und Ziele werden relativiert, Kosten im Gesundheitswesen drohen weiter zu steigen...
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Es lebe die Einheit


Erst wird aufgeteilt, danach wieder zusammengelegt und vereinheitlicht. «Vereinfachen» sagt man dem. Nach der Trennung der PTT in «Die Post» und «Swisscom» vor vielen Jahren teilten die beiden Konzerne ihre Leistungen in mehrere Marken oder gar in mehrere Firmen auf.

So gab es auf der Seite von Swisscom die Firmen «Swisscom mobile», «Swisscom fixnet» und den Provider «bluewin». (Und einige weitere). Bei der Post dasselbe. Da gab es auf einmal «PostMail», «PostLogistics» und ähnliches. Mit dem neuen und unbestritten umstrittenen Markenauftritt der Swisscom entschied man sich beim Telekommunikations-Konzern, wieder alles unter einem Namen, unter einer Marke, anzubieten. Um kompetenter zu wirken und alles zu können. Und siehe da: Die Post macht mit und meldet heute:

Die Post tritt künftig stärker unter ihrer Dachmarke auf. Die Leistungsmarken PostMail und PostLogistics sowie die meisten Marken der Konzerngesellschaften im In- und Ausland werden unter der Dachmarke zusammengeführt. Die seit vielen Jahren bekannten Leistungsmarken PostFinance und PostAuto bleiben neben der Dachmarke bestehen.

Soll noch einer verstehen, was dieses hin- und her soll. Mal so mal so. Wie eine Fahne im Wind. Hmm...
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Alles neu macht der M...ärz...

In den letzten Tagen hab ich mir überlegt, dass ja eine ganze Anzahl von Firmen in den letzten Wochen und Monaten ein neues Erscheinungsbild präsentiert haben. Und eigentlich wollte ich aus aktuellem Anlass eine Zusammenstellung zu diesem Thema machen. Aber das ist, zumindest ansatzweise hier bereits geschehen.

Nun ja, vielleicht schaff ich's ja doch auch mal noch, meine Ansicht dazu niederzuschreiben. Jedenfalls hier meine Stichwortartige Übersicht der Schweizer Firmen/Marken, die sich in letzter Zeit herausgeputzt haben:


Was fehlt da noch? Ist mir was entgangen?
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Die Toiletten befinden sich im Kinosaal...



Kürzlich im Kino (Capitol, Bern) zu Gesicht bekommen: «Die Toiletten befinden sich im Kinosaal» — Und wie weiss ich, ob mein Sitz ein Sitz oder eine Toilette ist? Beim Reservieren wurde mir kein entsprechender Hinweis angezeigt... Und überhaupt: Stinkt das dann im Kinosaal entsprechend? Oder ist der Film so schlecht? Hmm... Fragen über Fragen...
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Papageientum: Das montägliche Nachgeplapper

Was liest man unter der Woche, an Werktagen, in den Zeitungen? Was hört man am Radio und sieht man am Fernsehen? Genau, das, was die Welt bewegt. (Oder das was die Medien sagen, was die Welt zu bewegen hat – aber das ist ein anderes Thema.) Und was liest man am Sonntag? Genau, das, was unter der Woche keinen Platz fand.

Die so genannte Sonntagspresse, so scheint es, ist zu einer Plattform verkommen, auf der alles Platz findet, was unter der Woche keinen findet. Mehrere Personen und Persönlichkeiten haben sich einen Raum ergattert, in dem sie zu Wort kommen. In Kolumnen beispielsweise. Dort können Sie ihren Gedanken und Gefühlen Ausdruck geben. Für die Werktage ist das vielleicht zu wenig spannend, aber am Sonntag mag das gut ein paar Spalten füllen.

Aber mal ehrlich: Wer braucht denn noch die sonntäglichen Publikationen zu lesen oder gar zu abonnieren? Das wichtigste, oft noch ein bisschen mehr, was am Sonntag publiziert wurde, kann am Tag darauf, man nennt ihn Montag, in sämtlichen anderen Zeitungen nachlesen.

«… berichtete die SonntagsZeitung», «… war in der NZZ am Sonntag zu lesen», «…, schrieb Silvia Blocher in ihrer Kolumne im Sonntag». Und so weiter. Reihenweise solcher Sätze füllen dann die Seiten an einem Tag wie heute, einem Montag. Da fragt man sich unweigerlich, was die guten Redaktoren am Sonntag üblicherweise zu tun pflegen. Sitzen die, wie wohl die meisten ihrer Nachbarn, zuhause und lesen den Sonntag, die SonntagsZeitung und all die anderen netten Titel?

Sicher, es schadet nicht, sich als Medien gegenseitig etwas unter die Lupe zu nehmen und auch schon mal über Kollegen und deren Aussagen zu berichten. Überhaupt nicht. Aber kann und darf das einen Artikel nach dem anderen ausmachen?

Mir ist bewusst, dass ich «etwas» übertreibe, mit diesen Darstellungen. Aber irgendwie auch absichtlich. Vielleicht habe ich nicht die tatsächliche Menge an solchen Texten wiedergegeben, aber sicherlich die «gefühlte» Menge…
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Der Schrei nach Wahrheit II

Noch im letzten Jahr versprach ich hier, ich würde, nachdem ich es gelesen habe, meine Eindrücke und meine Meinung zum Buch von Ulrich Tilgner publizieren. Nun ist bereits wieder einige Zeit vergangen, seit ich es fertig gelesen habe und da ich Versprechen grundsätzlich einhalte, folgt nun der versprochene Erfahrungsbericht, mein persönliches Urteil, wenn man dem so sagen kann und will.

Die ganze Wahrheit

Grundsätzlich, das war auch genau das, was mich an diesem Werk angesprochen hat, beschreibt Ulrich Tilgner nicht nur detailreich und ungeschminkt, wie er die Zeit im Irak-Krieg, als Journalist und Berichterstatter vor Ort in Bagdad erlebt hat, sondern enthüllt auch überraschende und teilweise auch recht erschütternde Wahrheiten, was sich in diesem Krieg abgespielt hat. Er schildert zu allererst die Hintergründe, wie es zum Krieg kam, wie er «verkauft» und somit «legitimiert» wurde und zeichnet quasi Tag für Tag der ersten Kriegszeit nach. Es war, als würde der Krieg noch einmal nacherzählt werden, sehr klar und detailliert. Zum Nacherzählen hinzu kommen allerdings nun noch Erkenntnisse und Fakten, die zum damaligen Zeitpunkt, als sich die Ereignisse zugetragen hatten, noch gar nicht so weitergegeben werden konnten.

Die neue Waffengattung: Die Medien

Auch wenn es gewissermassen verständlich wäre, die Medienschaffenden, die Berichterstatter, welche uns während dem Irak-Krieg — und anderen Kriegen — die Ereignisse und Hitergründe zu schildern versuchten, für ihre teilweise verwirrenden und falschen oder gefärbten Informationen zu beschuldigen, wäre dies nicht grundsätzlich richtig. Das Buch von einem der erfahrensten Kriegsberichterstatter hat zeigt deutlicher den je, dass sich nicht die Frage stellt, ob man richtige oder falsche Informationen liefern will, sondern ob man es kann. Die Medien seien zu einer neuen Waffengattung geworden, meint Tilgner. Ein Grossteil der Aufgaben, die ein Journalist im Kriegsgeschehen zu bewältigen hat, besteht darin, die Informationen, die ihm geliefert werden, zu überprüfen. Und oftmals ist die Chance ziemlich klein, dabei ein sicheres Resultat zu erhalten. In vielen Fällen ist es kaum möglich, die Herkunft und die Richtigkeit der Nachrichten zu überprüfen. Sind sie manipuliert? Ist es pure Propaganda des einen oder anderen Staates? Entsprechend herausfordernd ist es denn auch, zum Beispiel in Live-Berichten die Lage zu analysieren und ein möglichst korrektes Bild der Situation zu zeichnen.

Beide Hauptfronten, die Amerikaner und die Iraker, in diesem Fall, steuerten die Bekanntgabe von Informationen sehr genau und verfolgten klare Strategien. Es war an der Tagesordnung, dass den Journalisten, mit Vorliebe natürlich den grossen Sendern, absichtlich falsche oder manipulierte Informationen zugespielt wurden. Von offizieller oder aber auch aus angeblich inoffizieller Quelle. Das Ziel war der Krieg und den Krieg zu beeinflussen. Es ging dabei nie darum, die Wahrheit preiszugeben. Auch wenn ein Journalist, und so würde ich Tilgner einschätzen, von ganzem Herzen alles dafür tat, ein möglichst wahrheitsgetreues und politisch neutrales Bild zu vermitteln, konnte ihm das längst nicht immer gelingen. Im Gegenteil. Oft wurden solche Leute regelrecht missbraucht. Und wenn sie dies merkten, dann erst im Nachhinein. Als sie nichts mehr daran ändern konnten.

Neutral — und zurückhaltend

Die Art und Weise, wie der Autor die Wahrheiten aufdeckt und Unwahrheiten entlarvt ist sehr bedacht gewählt. Aussagen und Tatsachen sind sehr neutral formuliert, politisch korrekt, würde man dem wohl sagen. Und in vielen Fällen wirken solche Formulierungen und Aussagen auch mich auch sehr zurückhaltend. Als wolle er niemandem zu nahe treten.
Klar, so kann ihm niemand vorwerfen, er wolle damit seine persönliche Sicht oder seine negativen Gefühle einzelnen Organisationen oder Personen gegenüber oder gewisse Erlebnisse verarbeiten. Allerdings wird so auch nicht ganz so einfach klar, wer nun was zu verantworten hat. Irgendwie kommen alle recht gut weg. Der Krieg war halt einfach ein historisches Ereignis und es wurde berichtet, was abgelaufen war oder was eben auch nicht. Punkt. So wirkt das in meinen Augen.

Kein klares Fazit, kein abschliessendes Wort. Als ich auf der letzten Seite angelangt war, konnte ich kaum glauben, dass das Buch schon fertig ist. Nicht, weil es enorm packend und spannend wie ein Thriller geschrieben wäre, sondern weil ich irgendwie noch mehr erwartete.
Nicht nur schlecht, das Werk, den Schluss, so zu planen. Aber aus meiner Sicht tendenziell übervorsichtig. Ich wage dem für einmal so zu sagen. Ich mag es, wenn klare Aussagen gemacht werden. Gemacht werden können.



[+] Artikel vom 29.12.07
[+] Ulrich Tilgner, «Der inszenierte Krieg» online bestellen…
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Die letzte Tasche

«Das Handy ist immer in der letzten Tasche, in der man sucht».
Diesen Satz erwähnte ein Redaktor im Editorial einer Zeitschrift, die ich mir kürzlich ansah. Er erzählte darin von all den peinlichen Situationen, in denen sein Handy mitten in Sitzungen einfach losklingelte und er verzweifelt danach suchte.
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