Über diesen Blog...

Als die Erfindung der heute als «Blog» bekannten und das Internet überhäufende Web-Projekte so richtig zu boomen begann, erkannte ich, dass genau diese Errungenschaft der Technik einen doch irgendwo in meinem Inneren vorhandenen Wunsch erfüllen könnte. Aber es war mehr als das, was an bestehenden und wuchernden Blogs häufig und machmal leider zu Recht kritisiert wurde. Es ging nicht eigentlich darum, ein «persönliches Tagebuch», wie man eine Vielzahl aus dem Internet-Boden schiessende zu bezeichnen pflegte, der Weltöffentlichkeit zugänglich zu machen. Oft hätte ich mir gewünscht, ich könnte meine Ansichten, meine Einsichten und teilweise auch meine verzweifelten Schreie zum Ausdruck geben, und die ganze Welt könnte sie hören.

Ich hatte mehrere Blogs gestartet, nacheinander. Immer wieder angefangen und immer wieder begraben. Und dann wieder gestartet. Und so weiter. Auf der einen Seite verhalfen diese Projekte mir zu einer Art Plattform, auf der ich eben meine Stimme verlauten lassen konnte und so eine oft verspührte Ohnmacht los wurde. Auf der anderen Seite war ich mir aber auch bewusst, dass, obwohl die ganze Welt meine Stimme hören, bzw. lesen könnte, es nur ganz ganz wenige taten. Und die wahrscheinlich nicht regelmässig. Und denen hätte ich es in den meisten Fällen auch persönlich sagen können. (Oder sollen?).

Heute bin ich noch immer nicht viel weiter mit meinen Überlegungen. Es sind immer noch ähnliche Gedankengänge, die mir durch den Kopf gehen. Es ist immer noch die gleiche Sehnsucht, selber die Wahrheit, über das was in der Welt abgehet, zu erfahren und gleichzeitig sie auch weitergeben zu können. Der, dieser Blog ist selbstverständlich nicht die geeignete Plattform. Und es gibt auch mehr, was ich sagen möchte, als «nur» wahre Nachrichten. Aber es ist ein Weg zum Ziel. Einer von mehreren Wegen, um mich auszudrücken, um meine Gedanken in Worte zu fassen.